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Veganes Katzenfutter

Donnerstag, 3. Februar 2011

Vor 13 Jahren gab es schon einmal eine Diskussion über das Essen, allerdings nicht in so schicken Talkshows, wo hübsch anzusehende und artig gekleidete junge Menschen um einen Tisch herumgruppiert sind, sondern in verschiedenen Gruppen des Usenets. Da hieß es:

Den Tieren dürfte es ziemlich egal sein, welche Rechte ihnen von Menschen zugestanden werden. Ich glaube auch kaum, dass eine Katze, die ihr Leben lang bei Menschen gelebt hat, sich umbringt, wenn ihre Herrschaften das Zeitliche segnen. Oder wenn sie ausgesetzt werden. Es gibt genug Plätze auf dieser Welt, wo angeblich von Menschen abhängige "domestizierte Wildtiere" sehr gut ohne Menschen leben.

Die Einteilung der Tiere in "domestizierte Wildtiere" und – ich sag mal: normale (also undomestizierte) Wildtiere ist IMHO schon recht feinsinnig.

Was mich persönlich an den Veganern stört, ist ihre Unempfindlichkeit gegenüber den Rechten von Pflanzen. Sind Pflanzen denn keine Lebewesen, die empfinden, Schmerzen, Trauer, Freude? Es gibt zig Beobachtungen, wie Pflanzen z.B. auf Angriffe reagieren. Unter Umständen mit Gift oder stark harzenden Zweigen. Dann gibt es Lebewesen auf der Grenze zwischen dem, was Menschenhirne als Pflanzen und Tiere eingeteilt haben. Wie sieht es z.B. mit den Rechten von Pilzen aus?

Katzen vegan zu füttern, ist Tierquälerei. Ihr Verdauungssystem ist gar nicht dazu eingerichtet, pflanzliches Eiweiß zu verwerten; es wird wieder ausgeschieden, belastet jedoch vorher Leber und Nieren. Am Ende sterben die so Ernährten an Nierenversagen.

Viele Einsichten in die Eigenarten von Pflanzen warten noch auf die Entdeckung durch die Menschen, sofern überhaupt ein Interesse besteht, außer ertragssteigernde Optimierungen durch Gentechnik und Co. durchzuführen.

Am Ende bleibt die Bemerkung, daß durch den Ackerbau mehr Tiere ihr Leben ließen und noch immer lassen und ganze Arten ausgerottet wurden als durch Jagd.

Jasmin Cutter